Monthly Archives: Oktober 2013

Neues von den Suchmaschinen

Am Suchmaschinenmarkt tut sich einiges, insbesondere bei den Internet-Suchmaschinen Bing und Google. Letztere wird lokaler und Microsoft erkämpft sich mit Bing einen größeren Marktanteil.

Google ändert den Algorithmus für das Ranking

Google verbessert seine Suche kontinuierlich – so deren eigenes Statement zu den letzten Änderungen, die vor etwa einem Monat richtig zu greifen begonnen haben. Konkret bedeutet dies, dass nun ein erhöhtes Augenmerk auf Lokalisation und eine genauere Bewertung der Inhalte gelegt wird. Lokale Suchergebnisse sind für die Menschen interessanter und somit auch im Ranking weiter oben anzusiedeln lautet die Philosophie. Für die Sucher in den meisten Fällen ein Plus, zumal man ja, wenn man dezidiert aus einer anderen Region sucht, dies auch in der Suche selbst definieren kann.

Für Firmen, die versuchen ein möglichst gutes Suchmaschinen Ranking zu erhalten, kann das auf den ersten Blick wie eine Katastrophe aussehen. Hier ein Beispiel:

Firma X hatte zum Thema Schallisolierungen einen guten Artikel im Blog auf der eigenen Webseite, der von Google auch entsprechend gut im Ranking berücksichtigt wurde. In den Webmaster-Tools von Google, spiegelte sich das Ergebnis in den Suchabfragen wieder und man war zufrieden. Firma X bietet ihre Produkte lokal an, 90 % des Umsatzes geschehen etwa 100 km im Umkreis des Unternehmens. Dann der Absturz im Ranking:

In den Veränderungen des Ranking hatten wir plötzlich -100 Plätze beim Suchwort Schallisolierungen… warum?

Die SEO Wartung wurde intern im Unternehmen betrieben, was man aber nie berücksichtigte, war der Filter, der bei den Suchanfragen verwendet werden kann. Dieser Filter erlaubt es, die Suche z.B. auf Länder einzuschränken. Betrachtet Firma X ihr Ranking nur für Österreich, stellt sie fest, dass sogar ein Plus im Ranking stattgefunden hat. Das deutsche Ranking allerdings, dass für die Suche auch nicht wirklich relevant war, stürzte ab. Ein Blick auf die Metabeschreibung erklärt dies auch, da hier explizit auf Schallisolierungen in Österreich Bezug genommen wird. Generell wird auf der Seite hauptsächlich über Themen in Österreich geschrieben. Da durch die Höhere Bevölkerungsanzahl in Deutschland auch etwa 10 mal mehr Suchanfragen als in Österreich stattfinden, ist das durchschnittliche Ranking entsprechend schlecht.

Auch der Social-Media Aspekt wurde verstärkt und die Inhalte werden generell besser durchleuchtet. Für das Ranking sind wertvolle Inhalte wichtiger denn je geworden.

Schadet der neue Suchmaschinen Algorithmus meinem Unternehmen?

Google meint es scheinbar sehr ernst mit der stärkeren Lokalisierung. Wenn Firma X einen Umsatzeinbruch erfahren würde, könnte das neue Google Ranking tatsächlich schaden. In diesem Fall findet aber lokal sogar eine Aufwertung statt und somit kein wirklicher Schaden. Der Pagerank wurde nicht reduziert.

Wenn ein Blog natürlich Einnahmen aus Werbung, z.B. Adsense generiert, dann wäre es wichtig so global als möglich zu erscheinen um nicht für eine Lokalisierung des Angebots bestraft zu werden. Man darf aber nicht vergessen, dass wenn man hauptsächlich über Themen aus einer Region schreibt, der Besucher aus einer anderen Region nicht viel davon hat.

Die Devise lautet also fortan, genau überlegen für welche Region ein Artikel ist und auch bei der Auswertung der Seite einen Blick auf das lokale Ranking werfen. Sparen Sie nicht mit Grafiken und Videos – stellen Sie sich vor, Sie präsentieren Ihr Produkt oder Ihre Seite einem Publikum auf einer Messe. Wenn Sie dort nur mit Text arbeiten, würden die Leute Ihren Stand auch nicht unbedingt als Blickfang bezeichnen.

Bing gewinnt an Bedeutung

Die zweite große Änderung am Markt betrifft Bing. Webseitenbetreibern ist es vielleicht schon aufgefallen, dass seit Apple Google nicht mehr als Standardsuche auf den IOS Geräten anbietet ein deutlicher Anstieg von Besuchern stattfindet, die von Bing kommen. Google ist noch immer Platzhirsch und dank dem hohen Marktanteil im mobilen Sektor wird sich da auch nicht viel ändern. Das Iphone und Ipad ist aber doch so gut im Markt, dass diese Änderung spürbar wird un man beim Ranking auch einen Blick auf die Platzierung bei Bing werfen sollte, wenn man das nicht ohnehin schon gemacht hat.

Die Webmaster-Tools von Bing sind generell sehr interessant, weil man hier auch Dinge kann, die man bei Google vermisst. Beispielsweise lässt sich bei Bing feststellen, wie viele Links – und auch welche – ein Mitbewerber zu seiner Seite hat. Ein Artikel zum Thema Bing-Webmaster-Tools folgt in Kürze.

Was muss man jetzt anders machen bei den Suchmaschinen?

Platzierung verbessernAls Nutzer gar nichts und als Webseitenbetreiber sollten Sie aufrichtig das tun, was Ihren Seitenbesuchern etwas bringt. Publizieren Sie Inhalte, die es wert sind sie zu lesen, achten Sie darauf lokale Bezüge nur dann einzubringen, wenn der Inhalt auch lokales Publikum ansprechen soll. Achten Sie auch auf die Keyworddichte – diese sollte nicht viel mehr als 3 Prozent betragen, hier ist Google, aber auch andere Suchmaschinen etwas pingeliger geworden.

Webshops die im gesamten deutschsprachigen Raum verkaufen, könnten tatsächlich ein Problem bekommen, wenn sie in Ihren Inhalten zu sehr auf die eigene Region Bezug nehmen, da ihre Top-Platzierung bei Google gefährdet ist. Reine Produktbeschreibungen reichen mitunter wirklich nicht mehr aus, es darf nicht mit Inhalt zum Produkt gegeizt werden. Wobei es natürlich auf das Produkt ankommt – Tiroler Hüttenkäse wird auch in Norddeutschland als Tiroler Hüttenkäse gesucht werden, österreichische Surfbretter könnten ein wenig ins Hintertreffen geraten bei den Suchmaschinen in Deutschland, wenn man nicht auch über deren Verwendung an deutschen Stränden schreibt.

Generell gilt, Vielfalt ist besser als Eintönigkeit – Bilder und multimedialer Inhalt wird höher bewertet als Bisher, denken Sie auch darüber nach Videos zu veröffentlichen. Suchmaschinen haben letztlich ein Ziel – den Suchenden wertvolle Inhalte zu präsentieren. Wertvolle Inhalte sind jene, die gerne gelesen und betrachtet werden.

 

LTE auf Smartphones – begrenzt sinnvoll

Im ersten Artikel zum Thema LTE bin ich schon kurz auf die Verwendung dieser Technik in Smartphones eingegangen. Die aktuellen Pressemeldungen im Bezug auf LTE Österreich und die Lizenzvergabe (z.B. ORF – Teure LTE Lizenzen) gehen insbesondere bei den Nennungen von LTE Tarifen fast ausschließlich auf jene für Smartphones ein. Daher noch ein Artikel und ein Hinweis:

LTE Internet – Auf Smartphones ein Luxus

Wenn Sie Ihr Smartphone nicht explizit dazu nutzen um eine Internetverbindung für Ihren PC herzustellen und bei dieser äußersten Wert auf Geschwindigkeit legen, benötigen Sie kein LTE auf dem Handy. Warum?

  • – Datenlimits sehr schnell erreicht (auch wenn für LTE nicht explizit angegeben, gilt jenes des Mobilfunkvertrages!)
  • – Größe der Bildschirme erfordert kein HD für gestochen scharfe Videos
  • – selbiges gilt für Videotelefonie
  • – Ladezeiten von Webseiten sind auch bei normalem UMTS/HSDPA/usw. kurz
  • – Gesprächsqualität wird nicht wirklich besser durch LTE (wenn das jemand braucht)

Am Beispiel einer Webseite mit 1 MB sei kurz dargestellt:

  • Ladezeit per UMTS mit nur 2 MBit (256 kByte/s): 4 Sekunden
  • Ladezeit per LTE mit 20 MBit ( ca. 2,5 MByte /s): 0,4 Sekunden

Ja, das ist 10 mal so schnell aber im Prinzip sind 4 Sekunden mehr oder weniger auch egal – oder sollten es zumindest sein. Inhalte die über Apps, beispielsweise Telefonbücher abgefragt werden, bewegen sich ohnehin im kByte-Bereich.

Eine sehr angenehme Sache ist LTE wenn man viel auf Landkarten, die in Echtzeit downgeloadet werden zugreift, das funktioniert damit nämlich wirklich rasant – aber vorsicht auf das Datenvolumen:

Haben Sie 3 GB in Ihrem Vertrag enthalten, so können Sie diese theoretisch per LTE in ca. 20 Minuten verbraucht haben. Wenn Sie beispielsweise einen Film in HD von einem Streaminganbieter ansehen möchten, können Sie etwa 40 Minuten davon konsumieren, dann sind die 3 GB verbraucht.

Manche Mobilfunkanbieter stellen selbst Streaming-Video zur Verfügung, das im Normalfall das Datenvolumen nicht belastet – fragen Sie nach. Wie bereits erwähnt, reicht allerdings eine normale Video-Auflösung auf dem Handy vollkommen aus.

Wo ist LTE sinnvoll?

Wie im letzten Artikel schon erwähnt, lediglich bei LTE Modems für den mehr oder weniger stationären gebrauch OHNE Telefonie. Eine reine Datenkarte für einen Router oder ein LTE-Modem ist insbesondere in Regionen ohne flächendeckende Anbindung an Breitbandinternet interessant… wenn dort dann auch irgendwann LTE verfügbar sein wird.

 Zukunft von LTE

Wohlgemerkt, das oben geschriebene trifft für jetzt zu. Wenn Datenflatrates verfügbar werden und die LTE-Netzabdeckung stimmt, dann ist LTE eine feine Sache, keine Frage. Aber momentan gibt es beim Smartphonekauf und der Tarifauswahl wesentlichere Punkte als LTE ja oder nein.

Weitere Beiträge zum Thema Internetanschluss generell

LTE – Brauchen wir das momentan?

Die drei Buchstaben LTE geistern schon eine Weile durch die Technikwelt. Noch im Frühling 2013 wusste die Hälfte der Smartphone Benutzer nicht wirklich was LTE eigentlich bedeutet. Dies wird sich aber bald ändern, Weihnachten steht vor der Tür und die Mobilfunkbetreiber wissen schon, womit sie die Leute zu neuen Verträgen überreden möchten.

Was ist LTE?

LTE oder „Long Term Evolution“ ist eine Weiterentwicklung des UMTS-Standards, der zur Datenübertragung via GSM-Netz dient. Wer die genaue Technik nachlesen möchte, hier der Link zu >> LTE auf Wikipedia.

Zusammengefasst – LTE ist der Datenhigway fürs mobile Netz mit Übertragungsraten von bis zu 100 MBit, wobei realistisch zumindest Übertragungen im 2stelligen MBit Bereich erreicht werden können.

Die Mobilfunkanbieter versuchen laut deren Angaben den Kabel-Anbietern (DSL und Kabelfernsehen) Konkurrenz zu machen. Interessant wäre LTE Internet vor allem für die Nutzer im ländlichen Bereich, da dort die Verkabelung der Haushalte noch nicht so weit fortgeschritten ist wie in den Städten. Im Gegensatz zu Deutschland, wo den Betreibern die Abdeckung der Ballungszentren erst nach einem 50% Ausbau der Landregionen genehmigt wurde, ist in Österreich LTE Verfügbarkeit vorerst nur in den größeren Städten gegeben.

Wer braucht LTE?

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Was man getrost sagen kann ist, dass auf einem Smartphone oder Tablet LTE schlichtweg nicht nötig ist. Selbst wenn man darauf besteht auf den mobilen Geräten Filme zu sehen, reicht im Normalfall eine 3G Anbindung vollends aus. Auch Fernsehangebote der Anbieter oder beispielsweise des ORF sehen brilliant aus mit einer guten 3G Verbindung. Das Smartphone ist wahrscheinlich jenes Gerät, bei dem Sie LTE am allerwenigsten brauchen.

Ich gehe im Weiteren nicht auf eine Nutzung des LTE-Netz im geschäftlichen Bereich ein, da es je nach Geschäftsmodell unterschiedlich ist, ob man solch eine Datenübertragung benötigt. Server dürfen im Normalfall ohnehin nicht via Simkarte betrieben werden, insofern ist eine solche Anwendung auszuschließen.

LTE wird dort interessant wo man wirklich keine andere Möglichkeit hat, sehr schnelles Internet zu bekommen. Sehr schnell ist aber meistens nicht nötig. Sie können mit 4 MBit nahezu alles machen – außer HD Fernsehen.

HD Video & TV – LTE machts möglich

Ein HDTV Stream benötigt etwas über 8 MBit, will man auf zwei Geräten gleichzeitig schauen und teilt sich einen Internetanschluss, benötigt man knapp das doppelte. Router gibt es bereits und Simkarten auch. Wenn Ihr Handy LTE kann und sie in einem entsprechend versorgten Gebiet sind, können Sie natürlich das Internet des Mobilgerätes für alle anderen Geräte freigeben (Computer, Konsole, TV, usw.). Was  spricht  gegen diese Form der Nutzung? Der Teufel steckt nicht im Detail, sondern im Datenaufkommen denn hohe Geschwindigkeit führt bei richtiger Nutzung zu einer gewaltigen Datenmenge in kürzester Zeit.

Datenlimits bei LTE – Vorsicht!

Datenmenge LTESie entschließen sich also zum Vertragsabschluss mit einem Anbieter und wollen LTE. Da die Geschwindigkeit eigentlich nur bei Videostreams wirklich erforderlich ist, gehen wir davon aus, dass Sie das auch nutzen möchten, zum Beispiel vom Anbieter Lovefilm.de, der zu Amazon gehört.  Hier kann man für einen kleinen Betrag monatlich Serien, Filme usw. sehen – auch in HD. Dazu in einem gesonderten Beitrag später mehr.

Die Anforderungen von diesem Anbieter sind:

  • SD Auflösung: mindestens 2 MBit
  • HD 720 Auflösung: mindestens 6MBit
  • HD 1080 (Full HD): mindestens 12 MBit

Für LTE sollte es also kein Problem sein einen Film in Full HD zu schauen. Eine Kurze Rechnung zeigt aber doch einen Haken an der Sache:

Gehen wir von einer Datenrate von nur 8 MBit für einen HD Film aus. Das macht:

  • 8 MBit = 1 MByte pro Sekunde
  • 2 Stunden HD Film = 7200 Sekunden
  • 7200 Sekunden Datenübertragung mit 8MBit = 7,03 Gigabyte

Das ist eine ganze Menge Daten für 2 Stunden Filmgenuss. Werfen wir nun einen Blick auf die LTE Angebote der Mobilfunkbetreiber.

>> Angebote von A1, T-Mobile und Drei für LTE zum Datum 9.Oktober 2013

Hier wurden lediglich Angebote berücksichtigt, die die Anforderungen in Punkto Datentransferrate des oben genannten Beispieles erfüllen. Für die Richtigkeit der Angaben übernehme ich keine Gewähr. Die Links zu den Anbietern finden Sie unten.

Was bei den Angeboten auffällt ist, dass nicht alle geeignet sind um auch Filme zu sehen. Bei A1 LTE ist nach 3 Filmen schluss, da selbst das Transferlimit des umfangreichsten Tarifs nicht mehr für einen 4. ausreicht.

T-Mobile und Drei bieten hingegen Film-taugliches LTE, da unbegrenzt und ungedrosselt versprochen wird, es ist aber auf die Netzabdeckung zu achten. Alle drei Anbieter bestehen darauf, eigene Hardware mitzuverkaufen.

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