WhatsApp und der persönliche Datenschutz

By | 14. Februar 2014

Der beliebte Messenger WhatsApp, der als günstige Alternative zu SMS auf zahlreichen Smartphones verwendet wird ist nicht ganz unbedenklich. Die Frage ist immer, macht WhatsApp auch wirklich alles, was es tatsächlich könnte, mit seinen Zugriffsrechten?

Was ist WhatsApp?

WhatsApp ist als Alternative zu SMS gedacht. Der Dienst war zu Beginn komplett kostenlos, heute muss man fürs erste Jahr nichts bezahlen, ab dem zweiten fallen jährliche Gebühren in der Höhe von 0,89 € an. Vergleichsweise günstig, da man damit so viele Nachrichten mit Bildern, Videos, usw. versenden kann wie man möchte.

WhatsApp gibt es für Android, IOS, Blackberry, Nokia und Windows Phone, hier die Links zu IOS und Android-Version:

Android app on Google Play
 

Warum gibt es Bedenken in Punkto Datenschutz?

Damit WhatsApp funktioniert, muss man deren Bedingungen zustimmen. Einzusehen hier:

Darin wird etliche Male erwähnt, dass nicht geplant ist in der App Werbung zu verbreiten, und man hoffe, dass dies so bleibt – also ausgeschlossen wird es nicht. Was die Datenschützer auf den Plan ruft sind die Zugeständnisse in Punkto Privatsphäre, die die App benötigt damit sie auch funktioniert. Hier einmal das was die Android Paketinstallation haben möchte:

Eine ganze Menge also. Einige Dinge sind wirklich nötig, damit die Anwendung so problemlos wie möglich funktioniert, allerdings nicht alle (ein paar sind für spezielle Funktionen erforderlich) und WhatsApp hat tatsächlich nicht nur dann Zugriff darauf, wenn wir gerade eine Nachricht senden, sondern immer wenn es läuft – auch im Hintergrund.

In einem Artikel auf der Nachrichtenplattform DerWesten.de geht ein Experte so weit zu behaupten, dass Anrufe mitgeschnitten werden und vergleicht WhatsApp mit einer Wanze, die man mit sich herumträgt. Es ist schwierig diese Behauptungen zu verifizieren – technisch möglich ist es aber.

Was kann man tun um seine Privatsphäre zu schützen?

Die Antwort darauf lautet – eine Alternative verwenden. Wenn Sie sicher sein wollen, dass keine Ihrer Daten in fremde Hände gelangen, nutzen Sie ein anderes System.

Eine sichere WhatsApp Alternative: Threema

Threema kommt aus der Schweiz und bietet Datenverschlüsselung fürs Messaging, Gruppenchats, den Versand von Fotos und Videos und noch einiges mehr. Die App kostet einmalig 1,60 € und ist im Playstore zu haben, die Links finden Sie hier:


Android app on Google Play
 

Warum ist Threema Datenschutztechnisch besser als WhatsApp?

Hier der Vergleich, links ist WhatsApp, rechts Threema (klicken zum Vergrößern):

Threema verzichtet auf ein paar ganz wesentliche Punkte beim Zugriff auf Ihr Mobilgerät:

  • – persönliche Informationen
  • – Netzwerkbasierten Standort (GPS kann man ausschalten, diesen nicht)
  • – es kann nicht in Ihrem Namen jemanden anrufen
  • – die Schweizer App kann nicht selbsttätig Audio und Videoaufzeichnungen durchführen
  • – keine Systemeinstellungen können geändert werden
  • – Informationen über andere ausgeführte Apps werden nicht an die App übermittelt
  • – die Syncstatistiken können nicht ausgelesen werden
  • – der WLAN Status kann nicht von der Software geändert werden

Und noch einiges mehr – lesen Sie selbst. Es bleibt nun jedem selbst überlassen, ob er oder sie lieber WhatsApp nutzt – in Zeiten von Datenspionage sollte man sich dies aber gut überlegen.

2 thoughts on “WhatsApp und der persönliche Datenschutz

  1. Pingback: WhatsApp Facebook – Datentausch in der Oberliga?

  2. Maximilian

    Ein sehr informativer Artikel zu einem sehr aktuellen Thema. Viele Nutzer sind sich vermutlich immer noch nicht im Klaren, dass ein Datenschutz bei der Nutzung von Whatsapp nicht gewährleistet wird und die einzige Möglichkeit die Nutzung von Alternativen ist. Das sollte man sich auf jeden Fall einmal genauer anschauen.

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