Werbung im Internet

By | 31. Juli 2013

Seit es das Internet gibt es auch Internet Werbung. Für viele eine störende Nebenerscheinung, tatsächlich aber einer der wirtschaftlichen Motoren hinter dem WWW. Im folgenden Artikel befasse ich mich ein wenig mit den Möglichkeiten und Erfahrungen mit Internet Werbung. Bevor man Werbung schaltet, muss man sich über die Ziele der Werbung im Klaren sein. Möchte man sein Image stärken, eine Marke bekanntmachen oder seinen Shop im Netz bewerben?

Welche Arten von Werbung im Internet gibt es?

Mit Arten ist hier nicht gemeint bei welchen Plattformen man wirbt, sondern nur wie man seine Internet Werbung platzieren kann. Soziale Netzwerke und Preisvergleichsseiten haben die Werbelandschaft im Netz umgekrempelt und simple bezahlte Schaltungen auf einzelnen Seiten sind eigentlich schon fast eine Seltenheit geworden.

  • 1.) Die Werbung bei Suchmaschinen: Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die am häufigsten eingesetzte Werbeform. Google war mit Adwords ein Pionier vor über 10 Jahren – und die Effektivität damals war unglaublich hoch und zudem, weil alles noch neu war, war die Werbung auch günstig. Adwords und vergleichbare Werbeformen bei anderen Suchmaschinen, erlauben es dem Werbenden, zu Suchwörtern passende Anzeigen zu schalten. Je nachdem wie viel Geld man pro Klick ausgeben möchte umso weiter vorne wird man gereiht. Waren in den Anfängen Monatsbudgets von 100 € ein Garant an der ersten Stelle zu stehen, so muss man heute für stark umkämpfte Suchworte für die erste Position auch schon mal einen fünfstelligen Betrag pro Monat veranschlagen. Kosten von 20 € und mehr pro Klick sind leider keine Seltenheit mehr. Es geht auch weniger und man kann auch die Zeiten festlegen, aber wirklich effektive Internet Werbung bei Google ist teuer geworden. Alternativ können andere Suchmaschinen gebucht werden, allerdings sollte man nicht vergessen, dass Google eben auch einen Marktanteil von über 90 Prozent in unseren Breiten hat.

 

  • 2.) Internet Werbung bei relevanten Seiten via die Suchmaschinen: Noch einmal nehme ich Google als Beispiel – die Suchmaschine bietet auch Werbung auf sogenannten Content Seiten. Das sind Seiten, die einem gewissen Themenkreis zuzuordnen sind und deren Betreiber sogenannte Adsense Werbeflächen an Google vermietet. Google schaltet dann, wenn bei der Adwords Kampagne gebucht, Ihre Anzeigen auch dort, um so einen noch größeren Kreis an potentiellen Interessenten anzusprechen. Bei der Auswahl der Seiten müssen Sie aber aufpassen – es zahlt sich aus hier selbst die Auswahl zu treffen. Wenn Google beispielsweise einen Blog gegen Pelztierzucht als relevant zum Thema Pelz einstuft – was er ja auch irgendwie ist – werden Sie als Pelzhändler wahrscheinlich nur in Ausnahmefällen brauchbare Klicks von diesem Blog bekommen – zahlen müssen Sie für die Werbung aber immer.

 

  • 3.) Werbenetzwerke die nichts mit Suchmaschinen zu tun haben: Der Vorteil von Werbenetzwerken liegt darin, dass diese mehr als nur Klicks verkaufen und außerdem auch spezifischer Arbeiten. Die Webseiten auf denen geworben wird werden genau beleuchtet und es gibt meist noch andere Formen der Werbung. Beispiele hierfür sind bezahlte Links, Gewinnspiele, Gutscheine usw. Am besten Sie werfen selbst einen Blick darauf.  Als Beispiel sei Contaxe genannt – eine gute Alternative, sowohl für Seitenbetreiber als auch für Firmen, die gerne Werbung schalten möchten.

 

  • 4.) Affiliate Werbung: Am bekanntesten dafür ist sicherlich Amazon. Amazon hat die Werbung via Affiliate Marketing wirklich auf die Spitze getrieben. Man kann komplette Amazon Stores einrichten, die mitunter besser aussehen als Amazon selbst. Affiliate Werbung bedeutet, dass man seine Ware via fremde Webseiten verkauft und dem Betreiber für jeden Verkauf eine Provision auszahlt. Dafür muss man nicht zwingend alles selbst programmieren, es gibt auch hier wieder entsprechende Netzwerke – wie zum Beispiel Superclix aus Deutschland oder AdCell. Für den Webseitenbetreiber, den Affiliate Partner, ist es besonders interessant diese Links zu verwenden und auch entsprechend zu den Produkten zu informieren, da sie ja mit jedem Verkauf mitverdienen. Als Beispiel können Sie gerne einen Blick in den Hardware-Shop hier auf der guten Webseite werfen, dieser ist vollständig als Amazon-Store aufgebaut – und nichts anderes als eine Werbung die ich für Amazon schalte.

 

  • 5.) Werbung auf sozialen Netzwerken: Die modernste Form der Internetwerbung ist das sogenannte „social Marketing“. Dabei wird versucht auf sozialen Netzwerken eine direkte Bindung zu den potentiellen Kunden einzugehen. Voraussetzung, damit das auch funktioniert ist eine gut gewartete Fanpage. Je mehr Fans man dafür begeistern kann, desto mehr Informationen erhält man vom Markt und desto direkter kann man auf seine Zielgruppe(n) eingehen. Als Beispiel nenne ich hier die Werbeschaltung bei Facebook. Bucht man diese, hat man die Auswahl ob man für Impressionen oder für Clicks zahlt. Facebook empfiehlt ersteres, ich empfehle letzteres, weil man die Ausgaben deutlich besser im Griff hat. Was wirklich einzigartig ist, die Präzision mit der man die Leute ansprechen kann. Google bietet auch die Möglichkeit bei AdWords nach demographischen Angaben zu filtern, aber bei Facebook funktioniert das wesentlich genauer. Wir wählen zum Beispiel aus, Standort plus 20 km Umkreis, alle Personen die genau 45 Jahre alt sind, Frauen sind und sich für Computer interessieren. Man bekommt sofort die Information wie viele registrierte Benutzer es gibt, also wie vielen Leuten die Werbung theoretisch gezeigt werden kann. Man kann dann noch nachbessern um die Zielgruppe zu erweitern oder einzugrenzen. Auch ohne jetzt eine Werbung zu schalten, haben wir hier bereits Informationen über den Zielmarkt für meine Werbung erhalten, die bei einem Umfrageinstitut einiges kosten würden. Einen Blick auf diese Funktion zu werden zahlt sich für Werbetreibende allemal aus.

 

  • 6.) Werbung in Verzeichnissen und Branchenbüchern: Hier zunächst eine Warnung – es gibt da einige dunkelschwarze Schafe auf dem Markt. Wenn jemand Sie anruft um Ihren Verzeichniseintrag auf einer Seite zu aktualisieren, von der Sie noch nie gehört haben, seien Sie auf der Hut. Es kann passieren, dass Sie sofort eine Rechnung erhalten für einen kostenpflichtigen Eintrag auf einer Seite, die niemand je wirklich besucht, da ihr einziger Zweck darin liegt, Leuten etwas zu verkaufen und eine entsprechende Leistung vorzuheucheln. Vorsicht! Solche „Angebote“ kommen auch immer wieder per Fax und die Bedingungen, sollte man so etwas unterschreiben sind katastrophal und teuer. Meistens sind die Faxe mit einem kleinen Fehler in Ihren Angaben versehen. Unterschreiben Sie das Fax und senden die Änderungen zurück, haben Sie dann einen teuren und sinnlosen Eintrag für drei Jahre oder so gekauft. Weisen Sie auch Ihr Personal auf diese Möglichkeit hin!
  • Nun aber zum eigentlichen Thema. Generell sind die Einträge in seriösen Branchenbüchern gut. Sie sorgen zum einen für einen guten Backlink zu Ihrer Seite und zum Anderen werden Sie auch gut gefunden. Zu viel ausgeben zahlt sich aber nur bedingt aus, da die Nutzer der Branchenbücher vermehrt Werbung vermeiden und tatsächlich in den Normalen Einträgen suchen. Dieser Trend kommt daher, dass eine gewisse Sättigung an Werbung eintritt. Das beste sind momentan vorgereihte Einträge ohne großer Dekoration.

 

  • 7.) Preisvergleichsseiten: Diese erfreuen sich großer Beliebtheit bei Leuten, die wissen was Sie wollen und eben den geringsten Preis dafür bezahlen möchten. Viele Produkte werden mit einem Mehrwert an Beratung und Information verkauft und sind eben nicht so günstig als wenn Sie beim Diskonter (den es auch online gibt) erstanden werden. Möchten Sie, dass Ihre Marke oder Ihr Produkt als Werbung in den Preisvergleichsseiten gelistet wird, dann sollten Sie tunlichst darauf achten, auch wirklich den niedrigsten Preis anzubieten. Gelegentlich wird hier getürkt und mit überhöhten Versandkosten eine niedrigere Spanne wieder wettgemacht. Die Leute merken das aber und somit kann sich Ihre Werbung in einen Boomerang verwandeln. Wie Sie auf die Listen kommen und mehr dazu erfahren Sie auf den einzelnen Seiten, deren Auflistung ich mir hier spare (ein Link ist unter den Links zu finden), da ich nicht unbedingt ein Freund der Geiz ist Geil Philosophie bin. Wenn ich etwas kaufe, dann auch dort wo ich mir sicher bin gut betreut zu werden und nicht weil ich 2 € weniger bezahle als in einem anderen Shop.

Eigene Webseite essentiell für Internet Werbung

Egal für welche Form der Werbung Sie sich entscheiden – Sie brauchen eine Webseite oder zumindest beim social Marketing eine Fanseite – letztere ist aber auch nur dann wirklich gut, wenn Sie mit einer Webseite verbunden ist. Warum das so ist und auch für die Internet Werbung gilt, lesen Sie hier.

Die Leute sind im Internet, surfen, lesen und konsumieren Medien – sie greifen nicht gleich zum Telefon und rufen Sie an oder schreiben Ihnen eine Email – sie wollen zunächst sehen was Sie anbieten – und dafür ist die Webseite erforderlich. Die Leute auf die eigene Seite zu bringen ist auch deshalb wichtig, weil man dort auswerten kann, von wo sie kommen. Wenn Sie beispielsweise eine Werbung auf Seite XY schalten via Google Adwords und von dort nur Besucher bekommen, die Ihre Seite sofort wieder verlassen, dann ist diese Seite eventuell nicht der richtige Ort für Sie um zu werben – Sie bezahlen ja für jeden Klick (siehe das Beispiel mit dem Pelzhändler weiter oben). Selbiges gilt für Suchbegriffe, die Sie ausgewählt haben, auch diese müssen stimmig mit dem Inhalt Ihrer Seite sein. Google zeigt Ihnen sonst in der Statistik eine tolle Klickzahl und letztlich haben Sie nichts davon außer Kosten.

Gratis werben im Internet?

Kostenlos werben ist nach wie vor möglich im Internet, allerdings nicht mit dem Holzhammer sondern in dem man durch Kompetenz glänzt. Schreiben Sie einen Artikel oder Kommentar in einem Blog und verlinken Sie zu Ihrer Seite. Wenn die Qualität stimmt und die Werbeabsicht nicht im Vordergrund steht (zumindest nicht offensichtlich), wird Ihr Beitrag wahrscheinlich auch so übernommen. Man sollte natürlich nicht ausgerechnet beim Mitbewerb versuchen so eine Werbung anzubringen. Auch ein eigener Blog kann eine Werbewirkung haben – er kostet zwar nicht unmittelbar Geld, aber Zeit muss man schon investieren. Leute lesen nur was auch interessant ist.

Auch bei Internet Werbung zahlt sich Erfahrung und Beratung aus. Eines noch, Finger weg von Pop-Ups – die sind mittlerweile erstens fast in jedem Browser automatisch geblockt und zweitens eher uncharmant. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg mit Ihrer Werbung im Internet.

Links:

Netzwerke für Werbetreibende:

Netzwerke für Webseitenbetreiber:

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